Freitag, Juli 16, 2010

Things left to do

Zum 10. Mal jährt sich dieses Jahr meine irgendwie geartete Beziehung zu Dresden. Zunächst fernes Ziel, das zwischen mich und meine Familie 400km brachte, betrachte ich Dresden heute (immer noch) als meine (Wahl-)heimat. Es war der Ort nach dem ich zum ersten Mal in meinem Leben Heimweh hatte. Ich, die niemals Heimweh hatte. So bin ich dem Kerl ganz dankbar, dass ihn das Studium noch eine Weile fest in Dresden behielt und mir den Abschied etwas verlängerte. Auch wenn ich von den letzten 5 Jahren nicht mal die Hälfte in Dresden verbracht habe, und mein Wohnsitz nun seit mehr als einem halben Jahr nicht mehr Dresden lautet, der Schnitt ist und war nie sauber. (Mein Konto habe ich dank Internetbanking und Faulheit noch bei der unaussprechlichen Ostsächsischen Sparkasse Dresden).

Now, the story comes to an end. Durch glückliche Fügung ziehen am Wochenende des Kerls Möbel und ab November auch der Kerl bei mir ein. Dresden comes to an end.

Also vielleicht die letzte Chance, die Dinge in Dresden zu tun, die ich den letzten 10 Jahren nicht geschafft habe. Ich liebe Listen. Also eine Liste. (tbc)

- Nacht-Skaten

- In der Elbe baden

- Einen Film im Thalia Theater schauen

-Das Buch-Museum in meinen zweiten Zuhause, der SLUB, anschauen

- Mit der Dresdner Bergbahn fahren

- ins Societätstheater gehen

- die Dresdener Philharmonie anhören

- das Erich-Kästner- Museum anschauen

- durch den Großen Garten joggen


(außer Konkurrenz)

- Das neue Albertinum anschauen

- Meinen E-Meal endlich loswerden (es werden nun sogar Chip-Karten eingeführt)

- all die Dinge fotografieren, die in den letzten Jahren neu in Dresden entstanden sind

- HfBK-Diplom-Ausstellung anschauen


(weitere Optionen)

- Tag des offenen Weinguts bei Wackerbarth in Radebeul

- Tänzerische Serenade im Zwinger, veranstaltet von den Landesbühnen Sachsen

- Führung in der Semperoper

- kleine Buchläden-Tour in der Neustadt

(edit:22.8.)

Samstag, Mai 01, 2010

My personal internet story

Die Diskussion um das Internet, seine Zukunft, die sogenannten Chancen und Risiken wird oft sehr einseitig geführt. Dazu will ich beitragen, mit einem einseitigen, positiven und persönlichen Bericht über mein Leben mit dem Computer und dem Internet.

Computer begannen meine Kindheit irgendwann während der 90er zu prägen, als mein Vater einen tonnenschweren Laptop mit nach Hause brachte und versprach, auf dem kann man malen. In meiner kindlichen Vorstellung malte ich mit einem Stift die schönsten Bilder direkt auf dem Bildschirm, die eingebaute Nippel-Maus und Touchpad waren eine herbe Enttäuschung (so löst das Ipad Kindheit-Trauma). Danach ging es nur noch bergauf. Bananen wurden auf Gorillaz geworfen, schmalzende Teenager-Geschichten rund um einen Esel eingetippt, Tetris und Solitär bis zum Überlaufen der Scores gespielt. Und dann kam das Internet. Dort hat man am Anfang nie das gefunden, was man brauchte – zum Beispiel das fertige Schulreferat. In irgendwelchen Chatrooms tauschte man Belanglosigkeiten aus und kam sich ob seiner Unerkanntheit unglaublich cool vor.

Ich beschloss während der e-commerce-hypeblase Medieninformatik zu studieren. Ich lernte viele nette Freaks kennen. Leider halfen mir meine ausgehandelten Mathenoten und ein hessisches Abitur nicht besonders weiter, und ich beschloss bald darauf „irgendwas mit Medien zu machen“, aber ohne Informatik. Auf der technischen Seite war mir das Internet nicht so gewogen, da ich die Tendenz hatte in Gegenden zu wohnen, wo man von DSL nur träumen konnte. Irgendwann sagte der netteste der Freaks zu mir, blog doch mal. Und ich dachte darüber nach und ca. 2 Jahre später habe ich angefangen zu bloggen. (Zum Thema schnelllebige Medien: Bei twitter hatte sich die Reaktionszeit dann schon auf 1 Jahr reduziert). Ich bloggte allerdings nur, wenn ich grad einen superspecial Auftrag hatte, also Wahlkämpfe gewinnen oder von weitweg anderen Leuten erzählen, wie es weit weg so ist. Und jetzt kommt das ganz doll positive. Ich lernte auf einem Xing-Treffen einen so genannten A-Blogger kennen, wir verliebten uns. Es war toll und unsere Wege trennten sich wieder. Ich ging auf ein Twitter-Treffen, lernte einen Journalisten kennen und hatte einen Monat Arbeit. Ich war auf dem Politcamp, lernte kurz meinen jetzigen Chef kennen und bekam einige Monate später eine Jobanfrage per Facebook. Und ohne Skype wär die Fernbeziehung weniger erträglich Und fast alle Leute hier in Leer habe ich irgendwie über das Internet kennen gelernt. Also zusammenfassend: Internet = viele interessante Menschen, viele Chancen.

Für ein bisschen Balance, hier hatte ich auch mal ein paar negative Dinge aufgeschrieben. Und ich passe auf, was ich ins Internet schreibe, weil da eine Menge Menschen mitlesen, Chefs, Kollegen, Freunde. Man kann leicht jemanden verletzen, auch sich selbst. Aber ohne das Internet wäre ich aufgeschmissen.

Dienstag, Februar 23, 2010

Lecker!

Hach, was für ein schöner Internetabend mit Bierchen, Schlumpfklamotten und der ganzen Welt da draußen. Hab endlich mal den Feedreader wieder richtig leer gelesen und das Internet gleich mit. Dann wollte ich hier ein paar Links teilen, aus Freude, weil ich so viel gelernt habe heut Abend. Um dann gleich noch mehr zu lernen, weil ich beschloss die Gelegenheit zu nutzen, mich endlich (jaja, ich weiss und neenee, ich bin kein early adopter) mal bei Delicious anzumelden. Schafft Ordnung, auch wenn es wohl noch einen Moment dauert, bis ich rausgefunden hab, wie dieses socialbookmarkthing richtig funktioniert. Also – hier geht’s zu all den tollen Sachen, die das Leben schöner machen...

Alles Quark

Foodbloggen ist ja wohl gerade in, also ich jetzt auch mal.

Im Rahmen meiner Schweinebauch-Kampagne machte mich ein Trainer auf die eiweißhaltige Nahrung Quark aufmerksam. Seitdem experimentiere ich mit Quark – hier ein paar Ergebnisse:

Bananen-Quark

Zubereitungszeit: ca. 1min.

Zutaten: Banane, ca. 200 g Quark, ein Schluck Milch, Zimt

Zubereitung: Banane zerdrücken, Quark und soviel Milch zugeben bis gewünschte Konsistenz erreicht, mit Zimt abschmecken

Urteil: lecker und sättigend

Apfel-Quark

Zubereitungszeit: ca. 3 min.

Zutaten: Apfel, ca. 200 g Quark, ein Schluck Milch, Zitrone

Zubereitung: Apfel ist Stückchen schneiden, mit Zitronensaft beträufeln, Quark und soviel Milch zugeben bis gewünschte Konsistenz erreicht

Urteil: lecker und frisch

Tomaten-Sellerie-Quark

Zubereitungszeit: ca. 5 min.

Zutaten: ca. 4 kleine Rispentomaten, 2 Stangen Stangensellerie, ca. 200 g Quark, 2 Teelöffel TK-Kräuter, Pfeffer, Salz

Zubereitung: Tomaten uns Sellerie in kleine Stückchen schneiden, Quark und TK-Kräuter dazugeben, mit Pfeffer und Salz abschmecken

Urteil: überraschend lecker. lecker.

Beeren-Quark 1

Zubereitungszeit: ca. 3 min. + auftauen

Zutaten: 2 Hand voll TK-Beeren, ca. 200 g Quark, ein Schluck Milch, Vanille-Sirup

Zubereitung: Beeren mit Quark vermischen und soviel Milch zugeben bis gewünschte Konsistenz erreicht, mit Vanille-Sirup abschmecken

Urteil: sommerlich frisch, ein bissl Zucker hätt nich geschadet

Beeren-Quark 2

Zubereitungszeit: ca. 3 min.

Zutaten: 2 Hand voll TK-Beeren, ca. 200 g Quark, ein Schluck Wasser, Honig

Zubereitung: Beeren mit Schluck Wasser in Mikrowelle ca. 1 min auftauen. Mit Handmixxer pürieren und dann mit Quark vermischen, mit Honig abschmecken

Urteil: sommerlich frisch, herrlich samtig

Freitag, Januar 08, 2010

Pläne 2010 - Konkret im Konjunktiv


Ich würde gern stabil 3 Kilo abnehmen um der Hosenknappheit/-enge zu entkommen.

Ich würde gerne einen Segelschein machen.

Ich würde gerne einen Volleyball-Verein finden und regelmäßig spielen.

Ich würde gern meinen bereits erworben Französisch-Kurs durchziehen.

Ich würde mich gern im Themenbereich Umwelt und Klima (selbst) weiterbilden.

Und dann doch noch ein paar unkonkretere Ideen:

Ich will mehr kreative und handwerkliche Dinge machen: Nähen und Stricken, Photoshoppen und INdesignen, Schreiben und Basteln.

Ich will spätestens am Ende des Jahres wissen, wann der Kerl und ich endlich ein gemeinsames Leben an EINEM Ort führen.

Ich will einen Sommerurlaub planen.



Pläne 2009 - so wars

2009. Jetzt ist es zu Ende. Und wie das wohl immer mit Vorsätzen ist, je länger man sie gefasst hat, desto unwichtiger werden sie. Und so ist ein gutes Stückchen neues Jahr vergangen, bevor ich dazu komme, objektive und brutaltsmögliche Aufklärung über die Plan(un)erfüllung zu leisten. Und es trotzdem nicht lassen kann und vielleicht ein paar neue Pläne ins Auge fasse. Das ist wie mit dem ToDo Listen schreiben, auch wenn die meisten - halb abgehakt - in den Mülleimer wandern, befriedigen sie schon beim Anfertigen. Meist ist jedoch die Realität schneller, anders, schöner, schlechter, kürzer als der Planverfasser es erahnen konnte, mit dem kläglichen Ende der Liste. Aber nun zurück zum Thema Planerfüllung.

  1. Reicher werden: Das war damit fertsch. Allerdings führte diese Planerfüllung nicht zu dem erwarteten strick- und leseträchtigen Landleben-Herbst mit Zeit fürs Freunde- und Vereinsfinden. Erstmal waren Wohnungssuche, Umziehen, Einrichten und IKEA- und Baumarkt-Besuche wichtiger. Und dann haben Borkum, Parteitag, Brüssel und Kopenhagen sowie die Fernbeziehungs- und Weihnachtsreiserei nicht wirklich zu einem ruhigeren Leben verleitet – im Gegenteil.
  1. Schlauer werden: Ein paar Bücher hab ich ja gelesen. Und ein paar mal im Museum war ich auch. Französisch und Wirtschaft ganz prokastiniert. Definitiv ausbaufähig.
  1. Sozialer werden. Aller Anfang ist schwer, aber dafür geht’s eigentlich ganz gut, wenn man genannte Ausreden unter Punkt 1 berücksichtigt. Online bin ich ganz schön sozial. Konkretere und realitätsnähere Pläne müssen jetzt umgesetzt werden.
  1. Fitter werden. Versagt. Von Anfangshürden lange abschrecken lassen (Anmeldung, passende Kleidung, Fahrrad-Kauf), dann kaum Zeit gefunden und dann den Ort gewechselt. Dafür schaff ich es immer besser mich regelmäßig und gesund zu ernähren (bis auf Weihnachten versteht sich)

Zusammengefasst habe ich wohl in zu großen Bereichen meines Lebens zu große Veränderungen erwartet. Der große Schritt in ein berufstätiges Leben, trotz – oder auch wegen – der Holprigkeit des Schrittes, hat viel Kraft gekostet. Viele Veränderungen werden automatisch folgen. Und dass manche Änderungen gar nicht kommen wollen, muss ich wohl auch akzeptieren.

Fazit: Die grobe Unterteilung in Bereiche, in denen ich mein Leben verändern oder verbessern will, ist grundsätzlich ok, lässt aber Raum für Uminterpretationen aufgrund veränderter Lebensumstände zu. Für die Umsetzung und Bewertung ist die Einteilung tendenziell zu schwammig. Daher versuch ich es im neuen Jahr mal mit genaueren Ansätzen – konkret im Konjunktiv.

Donnerstag, Dezember 31, 2009

Best of 00


Der goldene Reiter in Dresden

Der Prater in Wien

Die Marienkirche in Krakau

Blick über Prag

Die Brühlschen Terrassen in Dresden

Der Hamburger Hafen

Eine Kirche in St.Augustine

Die "Niere" in Chicago

Die Yenidze in Dresden

Strandkörbe am Timmendorfer Strand

Tor zur Verbotenen Stadt in Beijing

Der "Flaschenöffner" in Shanghai

Der "Alte Mann" in Qingdao

Absinth in Prag

Die astronomische Uhr im Strasburger Münster

Der deutsche Dom in Berlin

am Strand

Baustelle Palast der Republik in Berlin

Schloss Wackerbarth in Radebeul

National Gallery in London

Planten und Blomen in Hamburg

Waage und Rathaus in Leer

Nachdem das Jahrzehnt mit dem glorreichen Abi-Motto: "00 – uns spült keiner runter" begann, konnte es ja nur besser werden. Studiert, abgebrochen, wieder studiert und beendet. Generation Praktikum mit allen Vor- und Nachteilen des Vagabunden-Lebens. Mann gefunden. In USA und China gelebt. In Berlin und Hamburg gelebt. Ein Zuhause in Dresden gehabt. Mit festem Job ins neue Jahrzehnt. Ausprobiert, experimentiert, zur Ruhe gekommen, gelebt, innegehalten, tolle Menschen kennengelernt, mich gefunden. Danke.

Bücherliste 2009


  1. Buddenbrooks
  2. Zusammen ist man weniger allein
  3. Der Baader-Meinhof-Komplex
  4. Steppenwolf
  5. Tore der Welt
  6. Katharina von Medici
  7. Club der toten Dichter
  8. Die Frau des Zeitreisenden
  9. Twilight
  10. Die englische Episode
  11. Der Vorleser
  12. Die Stunde der Frauen
  13. Der ferne Spiegel
  14. Postdemokratie
  15. Effi Briest
  16. Der Untergang
  17. Als ich ein kleiner Junge war
  18. Deutschland. Ein Wintermärchen.
  19. Die SPD
  20. Zeit – Der Stoff aus dem das Leben ist

Ganz schön viel Holz für ein Jahr, da waren mehrere 1000+ Seiter dabei. Aber (fast) alles dolle Schinken.

9 +10 waren ein bissl zu seicht. 5. Leider nicht ganz so mitreisend wie der Vorgänger, reichte aber trotzdem für ein großes Festmahl mit durchzechten Nächten. 1. Las sich wie Butter, entgegen vorheriger Warnungen. 3. Hat mich echt beeindruckt, nachdem ich durch den Film neugierig wurde 6. Ein ordentlicher Historienschinken, der mal wieder Puzzleteil der Europäischen Geschichte ergänzte. 2. Schön, herzerwärmend. 13. Ich arbeite noch dran, schwer verdaulich, wurde durch die leichtere Kost (5.) abgelöst (selber Zeitraum). 17. Ein bittersüßer Leckerbissen zwischendurch, reichte nur für einen Tag. 12. Der geliebte Krockow erzählt die Geschichte seiner Schwester. Bewundernswerte Frau, durch die ich mich erstmals intensiver mit der (Nach-)Kriegsgeschichte in den ehemaligen Ostgebieten beschäftigt habe. 7. Mal ein bissl englisch dazwischen (was auch die Ursache für Twilight war), krasse Geschichte. 8. Super süße verrückte Liebesgeschichte 15. Ein bissl fad, aber nett zu lesen 16. Und noch mehr Krieg, wesentlich aufschlussreicher als der Film 14. Leider zum großen Teil nur überflogen, wenn man sozialistische Terminologie ignoriert, findet man ein paar interessante Beobachtungen und Ideen. 4. Yeah 18. Heine ist ne coole Sau. 19. Aus der Geschichte erschließt sich einiges über die heutige Situation 11. Schöne Geschichte. Schöne Atmosphäre. Bin gespannt auf den Film. 20. Vielleicht bekomme ich meine Pünktlichkeit damit mal in den Griff, jedenfalls viele gute Gedanken drin.

Also: ein paar Klassiker nachgeholt, deutsche und europäische Geschichte in unterschiedlichen Genres, ein bissl Herzschmerz und ein bissl Politik. Gute Mischung würd ich sagen J

Und sonst so?

Eine ZEIT jede Woche. Bei dem Kerl knabbere ich mal an der Süddeutschen. Ein paar Feeds noch, und Twitter und Mails und Facebook und Internet.

PS: Ist wohl Ironie des Schicksals, dass ich den 100. Post meiner "Print"-Leidenschaft widme

Dienstag, Dezember 15, 2009

Copenhagen. Hopenhagen?

Finally I am here. It makes another circle round. The circle, that started last year at the European Parliament, when I was in Strasbourg watching MEPs making a bold step in stopping climate change. I was there, when they passed the climate package that has lead me here. Now, I am watching the whole world making big steps. Hopefully.

So, as there are rumors, that the queue to the Bella Center (that’s where the Climate Conference takes place) needs between 3 to 7 hours, we skipped that point of the agenda and had dinner directly. At a Hard Rock Cafe. (it’s been more than a decade, I’ve set a foot in such a place).

Here are some of my first, somehow paradox impressions of Copenhagen. It is a beautiful city, and as I missed some beautiful stones around me lately, I fell in love instantly. But – yes, there is a but – when it comes to climate change, the beauty fades. Sure, I have to admit that the benchmark is high and the attention is focused on climate issues. But that is, why we are here.


First: My hotel room has an open window while the heat runs quite well. Anyway, some bold curtains prevent either heat or cold getting actually into the room.

Second: The city obviously spent money on self marketing as green city, that is the very right place to welcome a Climate Conference with a goal not smaller than to save the planet. But the marketing guys might have considered a better placement of the ad – not between all the meat intensive fast food chains. “Less meat, less heat”!

Third: At the old/ new harbour, where the obvious rich part of the Shopping street ends, starts a small Christmas market. All the lined up, nice looking bars and restaurants offer seating outside, heating included. Remember, it is December! Currently, we have around zero degree and the heating was warming empty seats.

Fourth: That is a more general point as it concerns all smaller and bigger cities in December. It concerns all the Christmas lightning. Really I like it very much, it make Christmas brighter and the dark times in winter easier. But if we are serious with changing our life style, we need to change that either. Even if it hurts.

I hope, I’ll have the opportunity to actually report from the inside of the Conference, tomorrow. Wish me luck!

PS: Yes, I am in. And they have free Wifi. Strike


Dienstag, Dezember 08, 2009

Hauptstadt Europas.

Ach ja, Brüssel. Da reise ich in eine mir noch unbekannte Stadt und das einzige, was ich von den „Sehenswürdigkeiten“ mitbekomme, ist ein kleines, pissendes Männchen: Manneken Pis. Wozu es auch ein – allerdings bei weitem nicht so bekanntes – weibliches Pendant gibt: Janneken Pis.

Berichtenswert ist darüber hinaus die Taxifahrt, während deren der Fahrer, bloß vorgetäuscht angeschnallt, telefonierte, an seinem Navi rumspielte und dabei um die Kurven sauste, dass ich einmal hart schlucken musste. Aber ich habe sie überlebt.

Große Errungenschaft der Belgier: Riesige Tüten Pommes, die man mit in die nächste Kneipe nehmen darf um sie mit süffigem belgischen Bier herunter zu spülen. Die leicht perversen „Spezialitäten“ Kirsch- und Pfirsichbier habe mir angesichts der bereits bekannten Abneigung gegen diverse Kinderbiermischvarianten gespart.

Dummerweise bin ich vor lauter Arbeit nicht dazu gekommen, mir viel vom parlamentarischen Prozess oder der Stadt anzuschauen, aber das habe ich ja hier schon getan. Ein Lichtblick war allerdings ein Frühstücksbriefing des WWF, das war mit ausgerichtet haben und in dem die Studie: Modell Deutschland - Klimaschutz bis 2050 vorgestellt wurde. Sie zeigt unter welchen Voraussetzungen, technologischen wie politischen, wir bis 2050 95% der Treibhausgase in Deutschland reduzieren können. Der Vortrag, der Ansatz und die Schlussfolgerungen waren genial. Zusammen mit dem frisch gepressten O-Saft und der rosaroten Sonne, die im Hintergrund aufging, ein perfekter Moment.

Ich komme wieder! Aber nächste Woche geht es erst mal nach Kopenhagen: Wichtigen Menschen beim wichtige Entscheidungen treffen zu schauen. Und berichten. Hier und da, und da vielleicht.

Montag, November 23, 2009

Eine ganz besondere Auslandserfahrung - Ostfriesland (II)

Dass man im Ausland ist, erkennt man meistens daran, dass um einen herum eine andere Sprache gesprochen wird. Ein weiteres wesentliches Kennzeichen sind die ungewohnten Speisen, die man auf den Tisch bekommt. Dass Punkt eins auf Ostfriesland zutrifft, habe ich bereits hier geschildert, auf das zweite Merkmal möchte ich heute näher eingehen. Essen und Trinken in Ostfriesland:

ESSEN

Nicht besonders überraschend ist, dass die Gegend hier maritim geprägt ist. Fischbrötchen und Krabben gibt es nicht nur bei der Nordsee, sondern an jeder Ecke, und zwar frisch. Auch der Grünkohl hat einen gewissen Bekanntheitsgrad über die Region hinaus erlangt – zumindest bin ich auch heimischen Küchentisch mit Grünkohl, Krakauer und Kartoffeln versorgt worden. Und der Kerl bunkert immer noch 3 (!) riesige Dosen Notfall-Versorgung, die nun schon den 2. Umzug heile überstanden haben. Allerdings weckt die hier geläufige Fleischeinlage Pinkel bei mir bisher noch ungute Assoziationen.

Jetzt kommen die (mir) bisher unbekannten Spezialitäten.

Snjierte-Essen habe ich erstmal fälschlicherweise für eine Art Schnittchen-Essen gehalten. Es handelt sich dabei aber um eine besondere Zubereitung eines Bratens. Hoffe, bald selbst in den Genuss einer Spezialvariante zu kommen.

Speckendicken ist eine Spezialität, die es in Ostfriesland nur zu Silvester gibt. Angeblich handelt es sich um eine Teigmasse, die man in Waffeleisen zubreitet und die angeblich sehr lecker sein soll. Ein solches Essen ist übrigens für den 28.12. in der Geschäftsstelle in Leer in Planung.

Ob pürrierter Kuchen nun eine traditionelle Zubreitung eines Kuchen oder eines anderen Gerichts ist, ist mir bisher noch unerschlossen. Es handelt sich hierbei bisher nur um Andeutungen von Kolleginnen, die mit verschworenen Gesichtern „Wenn Du DAS erst kennen lernst“ behaupten. Ohne, dass der vermeintlichen Drohung bisher Taten gefolgt sind.

TRINKEN

Laut Wikipedia trinken die Ostfriesen mit 2,5 kg Tee pro Kopf und Jahr zehnmal soviel Tee, wie der Rest Deutschlands. Zehnmal! Und hier gibt es keine Wellness-, Blümchen- und Pseudo-Tees ala Chai-Latte-Jasmin-tralala, das ist alles ordentlicher Schwarztee, vorzugsweise der Firma Bünting, verkauft in Kilopacks. Getrunken wird er mit Kluntjes und einem Wölkchen Sahne. Nicht rühren! Und den Löffel in die Tasse legen - wenn man nicht ertrinken will – nur dann wird nicht mehr nachgeschenkt.

Hier ist das so genannte Herrengedeck (Bier und Schnaps) noch nicht ausgestorben. Im Allgemeinen nimmt die Trinkfestigkeit mit Nähe zur Küste zu, aber auch die Landratten trainieren sie regelmäßig und ausgiebig.

Ein besonders leckeres alkoholisches Getränk habe ich auf Borkum kennen gelernt (nein, nicht der Black Russian!): Fasanenbrause. Auf Borkum wächst viel Sandorn und je nach Belieben wird der Saft mit Korn, Wodka oder Rum gemischt. Lekker!

Auf die ostfriesischen Varianten von Glühwein und Weihnachtsmärkten bin ich gespannt. Weitere Berichte folgen.

Montag, Oktober 19, 2009

Eine ganz besondere Auslandserfahrung - Ostfriesland (I)

Nach den Großstadterfahrungen Atlanta, Shanghai und Berlin in den letzten Jahren hat es mich nun an ein besonderes Eckchen, Fleckchen Erde verschlagen. Nach Ostfriesland, genauer gesagt nach Leer (naheliegende Wortspiele unterlasse ich, außer - Ostfiesland). So langsam begreife ich, dass Otto nicht umsonst der Außerfriesische ist. Die Menschen ticken ein bissl anders hier. Besonders augenfällig ist die andere Sprache, das Platt, was gerade an der Küste ohne Rücksicht auf Verluste resp. „Ausländer“ gesprochen wird. Nun kann man sich als Holland-Urlauber zwar einen großen Teil davon zusammenreimen, ärgerlich ist aber, dass man die Pointen immer verpasst. Mit dieser eigenen Sprache schaffen sich die Ostfriesen eine ganz besondere Identität, eine Heimatverbundendenheit, die mir als praktisch Heimatloser schon in harmloserer Variante der Sachsen fremd geblieben ist. Es ist eine solche Verwurzelung mit einem bestimmten Ort, der einen Menschen so sehr geprägt hat, dass man spürt, eine Trennung würde körperliche Schmerzen erzeugen. Das Klima, die See macht den Ostfriesen zu einem Raubein, der im T-Shirt rumläuft, während ich mit 5 Schichten bibbere und gefragt werde, ob ich denn etwa friere. Er pflegt seine besonderen Rituale, ob es nun der Kluntje im Tee, das ewige „Moin“ oder der mit Handschlag besiegelte Kauf auf dem Viehmarkt ist. Und Fisch gibt’s auch jeden Tag.

Samstag, September 05, 2009

Nomaden-Leben

Als ich den neuen IKEA-Katalog in der Hand hielt, wurde mir schlagartig bewusst, wie sehr ich ein eigenes zu Hause vermisse. Meinen eigenen Raum, mit meinen eigenen Möbeln, meinem Geschmack und meiner persönlichen Unordnung. Bei genauem Hingucken führe ich mein Nomaden-Leben nun schon seit mehr als 4 Jahren. Seit Anfang 2005 habe ich für mindestens 1 Monat in 13 verschiedenen Wohnungen/Zimmern gewohnt, davon in 3 verschiedenen in Dresden, 4 verschiedenen in Hamburg. Aber auch in Berlin, Duisburg, Shanghai, Alpharetta. Puh. So langsam reicht es erst mal. Ich freu mich auf Ostfriesland. Ankommen.

Samstag, Juli 18, 2009

Halbzeitbilanz 2009 oder Mir scheint die Sonne aus dem A*

Das mit dem Monitoring hat ja erst mal nicht so geklappt. Kaum aus dem regelmäßigen Leben raus, fehlt die Zeit und Muse zum Schreiben. Aber es hat sich was getan. Viel sogar.

Reicher werden. Wie schon erwähnt, organisiere ich mal wieder einen Wahlkampf. Langsam nimmt das Team Form an und die ersten Panikattacken weichen sanfter Gelassenheit mit einer Prise Fatalismus. Wir sind gut aufgestellt und holen noch einmal tief Luft für die heiße Phase. Damit ist das kurzfristige Jobproblem gelöst.

Heute hat sich auch das langfristige Jobproblem in Wohlgefallen aufgelöst. Ich werde ab Oktober Büroleiterin im Wahlkreis vom Europaabgeordneten Matthias Groote.

Der Anflug von Verzweiflung, der sich im April ausbreitete wurde jetzt durch eine riesige Portion Glück/Schicksal/zur-richtigen-Zeit-am-richtigen-Ort aufgehoben und aufgewogen. Mir scheint die Sonne so sehr aus dem A*, dass ich mich manchmal kneifen muss (und mich frage, ob ich zur Sicherheit Sonnencreme in dieser empfindlichen Region auftragen sollte).

Es ist übrigens mein 2. Job, der sich über Social Media ergeben hat. Von Menschen, die ich vorher nicht kannte. Noch jemand, der web 2.0 unnütz findet?

--- Dieser Punkt gilt damit als erfüllt und abgehakt für dieses Jahr ---

Schlauer werden. Hmmm. Grad Dead poets society im Zug zu Ende gelesen. Der Krockow ist mal wieder in der Versenkung gelandet. Quäle mich noch durch den Fernen Spiegel. Hesses Briefe angefangen. Postdemokratie war sehr erhellend. ZEIT wieder im Abo. EU-Politik steht nun ganz oben auf der Liste. Gelobe Besserung.

Fitter werden. Immerhin 3x Joggen gewesen dieses Jahr. Dann beschlossen, dass das nix wird. Peile SportSpaß Anmeldung diese Woche an. Essen, so lala. Saufe zuviel.

Sozialer werden. Wird langsam wieder in Hamburg. Manchmal ist da zuviel sozial im Büro, dass ich abends eher mal keine Menschen brauche. Außerdem #lebenmitschwester.

Fazit: Da sich die größte Baustelle nun in Wohlgefallen aufgelöst hat, folgen die anderen in logischer Reihenfolge, die sich durch eine langfristige Perspektive und Landleben ergibt: Verein finden, regelmäßig Sport treiben und lange Winterabende zum Schmökern und Lernen nutzen.

Donnerstag, Juni 11, 2009

Back to Kuschu

Nun habe ich einen Blogeintrag für Johannes Seite geschrieben, da bleibt auch mal wieder Zeit, ein paar Zeilen für meine eigene Seite zu schreiben. Seit gut einem Monat arbeite ich nun wieder im „Kuschu“ und organisiere den besten Wahlkampf ever. Die Zielvorgaben sind hart: 3.000 Plakate wollen geklebt und rausgestellt werden. 140.000 Rechenschaftsberichte geschrieben und verteilt werden, eine sechsstellige Zahl an Kugelschreibern wartet auf den Einsatz, ein Junges Team muss aufgebaut, Anzeigen geschaltet und jedes Fest im Wahlkreis bespaßt werden. Puh.

Also verbringe ich wieder (zu) viel Zeit im Kuschu, in Verbindung mit dem Kerl in einer anderen Stadt bleibt da nicht mehr viel Platz für anderes. Alle anderen Vorsätze bleiben also zugunsten des heiß ersehnten Jobs ein wenig auf der Strecke. Auch wenn Arbeitszeit und Sprunghaftigkeit manchmal grenzwertig sind, gleichen die Freiheit und Herausforderung das aus. 

Langweilig ist was anderes.

 

Donnerstag, Mai 28, 2009

ach ja - Hamburg


Viel zu tun, keine Zeit. Vielleicht nächste Woche mal wieder.

Freitag, Februar 27, 2009

bye bye Berlin

So, schnell verabschieden, bis ich am Dienstag wiederkomm. Schön wars - meistens. Viel zu wenig Zeit gehabt, noch so viele Pläne und Dinge, die ich ausprobieren will. Aber ich bin mir sicher, ich war nicht das letzte mal hier. So einen coolen Arbeitsplatz werd ich wohl so schnell nicht wiederbekommen.




Pläne 2009 - Februar

Der Monat ist schon wieder fast vorbei, Zeit für ein erneutes Monitoring.

Reicher werden: gut 30 Bewerbungen auf englisch und deutsch rausgeschickt - insgesamt 3 Absagen und *heute* endlich eine Einladung. Kontakte mobilisiert und die Initiativbewerbung bisher nur im Text formuliert. Letzter Arbeitstag heute. Termin beim Arbeitsamt.

Schlauer werden: leidet zur Zeit unter "reicher werden". Computer-Französisch-Kurs angefangen. Aber ein ganzer Tag Deutsches Historisches Museum gilt als "bestanden".

Fitter werden: Volleyball macht Spaß. Dafür ess ich nicht richtig. Ab Sonntag wieder Fitnesstudio-Mitglied.

Sozialer werden: Mein Mitbewohner guckt immer ein bissl betröppelt, wenn ich schon wieder fluchtartig nach Haus fahr. Münte gesehen. Werde wohl das politische Engagement wieder angehen. Familienbesuche.

Fazit - Job, Job, Job!!! Schlagzahl deutlich erhöht, mit eher magerem Ergebnis bisher. Alles andere nebensächlich.

Update 28.2.: 3 Einladungen nächste Woche!

Mittwoch, Februar 18, 2009

Das Neue Jahrzehnt

Zu Anfang habe ich wohl alles falsch gemacht: rechts abgebogen in der U-Bahn, nicht links, den rosa Schal, nicht den roten getragen. Weder Mitgliedsausweis, noch Einladung, noch Anmeldebestätigung dabei. Aber doch reingekommen.

Rote Laternen hingen von der Decke und Diskokugeln. Der Saal füllte sich, sehr leise und bedeckt. Müntefering kam rein, unpatentiös, einfach so. 
Die Moderatorin, eine Journalistin wie sie später offenbarte, begrüßte kurz und knapp und bat dann MünteFERING - mit Betonung auf der letzten Silbe - aufs Podium. Der fuhr ganz schön kalt los, stotterte ein bisschen, wenn er zu sehr auf den Text ging und wurde warm und authentisch, wenn er von menschlichen Geschichten erzählte. Was er wollte, wurde mir nicht klar, aber wahrscheinlich habe ich in meinem Leben bisher zu wenige Parteireden und zu viele Referate gehört. Wichtige Dinge hat er gesagt und bemängelt, die aber alle auch schon mal gesagt waren. Ich hatte was neues fürs Neue Jahrzehnt erwartet.

Am Ende stand aber dann doch die Idee, und die Auforderung zur Beteiligung an einer sozialen Gesellschaft im Raum, an wir alle mitarbeiten können, sollten, wollten. Durch Ehrenamt, durch Hingucken, durch Helfen.

Auf in den Wahlkampf.

Donnerstag, Februar 12, 2009

Zwiespalt

Manchmal zerreißt es mich fast:

Da ist diese Vorstellung vom gemeinsamen Leben, einer gemeinsamen Wohnung. Von täglich zur Arbeit zu gehen und einer Freunde-Fitness-Vereins-Freizeit. Der Traum von ein bisschen Kontinuität und Sicherheit. Einen Urlaub planen zu können, einen Vertrag über eine Jahreslaufzeit abzuschließen, die verbliebenen Freundschaften pflegen oder eine Wohnung einzurichten. Die Prä-Nestbau-Phase angehen.

Und dann kommen diese anderen Ideen. Brüssel. Toll. Lille. Wieso nicht? New York, Nairobi, Bangkok. Plötzlich packen mich das Fernweh und die Abenteuerlust. Wenn nicht jetzt, wann dann? Ich überlege, meinen ganzen Krempel zu verkaufen, mich radikal zu verkleinern und noch ein paar Jahre ein Nomadenleben zu führen.

Da steht gediegenes Hausfrauen (no, never)-Mutter-bissl-Karriere-Leben gegen Lonley-Rider-Weltrettungskarriere...

Und jetzt?