
Kommentar der Mitbewohnerin: „Ohhh. Ich hab mein Zimmer immer aufgeräumt, weil ich Angst hatte, jemand könnte reingehen. Da hätt ich mir ja keine Sorgen machen müssen."


Ich bin der Überzeugung, dass sie definitiv letzteres ist (ohne damit ersteres ausschließen zu müssen). Chinesen haben kein Gefühl für Mode oder Stil, bunt muss es sein. Mit viel Klimbim, Strass, Glitzer, Gold und Silber - Hauptsache auffällig. Bonbon-Kleidchen, Zöpfe und pinke Haarspangen, am liebsten wären viele Chinesinnen wohl Prinzessinnen. Dagegen gibt es das andere Extrem: Schlafanzüge und Nachthemden auch außerhalb der eigenen vier Wände zu tragen, aber das ist wohl auch die Realisierung von westlichen Kindheitsträumen. Zu dem kommt eine nicht-erklärbare Vorliebe für Mickey Mouse auch bei Damen, die das dafür gemäße Alter weit überschritten haben. Für die gesundheitsbewussten Herrschaften stehen in den Compounds Sport-Gerätschaften bereits, die nicht nur auf den ersten Blick wie Kinderspielzeug wirken. Alles muss laut sein, lustig und Spektakel. Und ein Tisch in einem Restaurant, nachdem Chinesen dort gegessen haben, macht jedem Chaos nach einem erfolgreichen Kindergeburtstag gute Konkurrenz. 
Am deutlichsten spürt man Olympia aber in den zunehmenden Sicherheitsbemühungen. Nach Anschlägen im April sitzen bereits seit einigen Monaten Sicherheitsbeamte in den Metro-Stationen und schauen in großes Gepäck. Diese Sicherheitschecks werden kontinuierlich strenger angewendet, im Shanghai Indoor Stadium gibt mittlerweile richtigen Sicherheitsscanner mit Flughafen-Equipment. Seit einigen Tagen sind alle kleinen Läden in den U-Bahn Stationen geschlossen und auch Getränke-Automaten sind außer Betrieb. Auch auf den Straßen sind viel mehr Sicherheitsleute präsent, ganz krass ist es am Shanghai-Center, wo wohl die amerikanische Delegation im Ritz-Carlton untergebracht ist. Ein Kollege von uns wurde in Beijing mit auf die Wache genommen, bis er alle Dokument wie Pass, Hotelbuchung und Flugtickets nachweisen konnte. Geschäftliche Visa zu bekommen ist mittlerweile praktisch unmöglich. So sehr sich auch die Chinesen über die Spiele freuen mögen, für Ausländer wird das Leben hier eher schwieriger. Hoffentlich werden es friedliche Spiele.
Dann habe ich entdeckt, dass es bei McDonalds Pancakes gibt und der Kaffee wirklich gut ist. Und die schweißtreibenden fünf Meter, die ich zwischen Flughafengebäude und McDonalds zurückgelegt habe, überzeugten mich, dass noch drei Stunden warten in klimatisierten Räumen nicht die schlechteste aller Möglichkeiten ist.
Das sind Baozi, wohl am bekanntesten hier. Sie sind gefüllt, meist mit Hackfleisch. Der Teig darum kommt böhmischen Knödeln sehr nahe.
Jiaozi - ebenfalls gefüllte Teigtaschen, aber eher aus nudelartigem Teig. Die Füllungen variieren mehr, sehr lecker ist Spinat. Sie werden gekocht oder gebraten.
Frittierte Teilchen oder so was. Hatte ich süß erwartet, sind aber herb und sehr fettig.
Fladenbrot - wird nach Gewicht verkauft, und gibt es mit und ohne Schnittlauch. Auch sehr fettig. Außerdem gibt es noch Getränke, weiß meistens. Könnte Milchtee sein, ein Pulver, das man zu einer schleimartigen Konsitenz anrührt und dann sehr süß schmeckt.
Brotartige, frittierte Stangen - fettig!!! Aber lecker.
Hier wird so eine Art Pfannkuchen oder Crepe gebacken, oft werden sie mit dunklen Soßen oder eben Ei bestrichen.
Joghurt und Milch gibt es auch zu kaufen.

Singen im Jin'an Park
Laufenlernen
Schlafen auf der Straße
Paddeln auf dem Teich im Fuxing Park
Sich im Tai Chi (oder sowas) üben im Blumenbeet vom Fuxing Park
In riesigen Gummiteilen übers Wasser rollen